 |
Brustimplantate - Brustvergrößerung - Brustoperation
|
Eine Brustvergrößerung, auch als “Mammaplastik” bekannt,
besteht in der chirurgischen Einsetzung eines
Brustimplantats hinter jede Brust, zum Zwecke ihrer
Vergrößerung und Formverbesserung. Eine
Brustvergrößerung wird von Frauen verlangt, die ihre
Brüste als zu klein oder unförmig empfinden.
Implantatarten
Die Grundeinteilung erfolgt anhand der Form:
· rund (können unter die Brustdrüse sowie unter den
Muskel eingesetzt werden)
· anatomisch - tropfenförmig (teilweise unter den Muskel
eingesetzt)
· asymmetrisch (Für jede Brust ein anderes Implantat,
werden immer unter die Brustdrüse eingesetzt.)
Grundeinteilung anhand der Füllung:
· kohesives Silikon – Silikongel (sein Vorteil ist die
Auslaufsicherheit des Silikons, z.B. beim Implantatbruch)
· flüssiges Silikon (wird nicht mehr verwendet)
· physiologische Lösungen
· kombiniert, sog. Baker-Expander (enthalten Silikongel
und werden nach dem Einsetzen über ein spezielles Ventil
mit physiologischer Lösung gefüllt. Sie kommen z.B. bei
Operationen von Transsexuellen zum Einsatz).
Zurzeit erscheinen immer wieder Neuigkeiten im Bereich
der Implantatfüllungen. Es werden verschiedene
Füllstoffe getestet und verwendet, z.B. Sojagel,
Hydrogel, aber bis jetzt fanden diese neuen Implantate
keine breite Anwendung.
Grundeinteilung anhand der Implantatoberfläche:
· glatt
· texturiert (das Implantat hat eine "samtene Oberfläche",
damit es in die Brust einwächst und sich in der Brust
nicht bewegt. Bei diesen Implantaten ist das Risiko der
Entstehung einer Kapselkontraktur niedriger.)
· aus Polyurethan
· titanisiert (weniger verwendet, gute Verträglichkeit)
Grundeinteilung anhand des Profils:
· niedrig (moderate)
· hoch (high)
Die Implantatgrößen werden in Millimetern angegeben. Bei
der Auswahl kommt es nicht auf die Größe, sondern auf
die Ausdehnung an. Bei der Auswahl der Größe kommt es
auf die Figur, die Körpergröße, den Brustumfang, die
Beckengröße, die Größe der Brustdrüsen sowie natürlich
auf die Wünsche der Patientin an. Die in England am
häufigsten verwendeten Größen sind 300-400ml (es werden
Implantate von ca. 100ml bis 1000ml hergestellt).
Bei der Wahl der Größe kann man zur Voranschaulichung
eine Plastikverpackung (Tüte usw.), die mit einer
Flüssigkeit, lockerem Material oder gekochtem Reis
gefüllt ist und in den Büstenhalter gelegt wird,
verwenden.
Die in England am häufigsten verwendeten Brustimplantate
(anhand des Herstellers) sind:
· McGhan/Inamed
· Mentor
· Polytech
· Eurosilicon
Jedes Implantat hat seinen Pass – einen Ausweis mit der
Nummer und der Größe des Implantats, der nach der
Operation der Patientin übergeben wird.
Wie sieht ein Brustimplantat aus?
Brustimplantate bestehen aus einer Außenhülle aus
polymerisiertem Silikongummi, der hochfest und flexibel
ist. Die Hülle enthält noch eine Innenschicht, die eine
erhöhte Beständigkeit gegen Bruch und eine geringe
Durchlässigkeit für die Partikel gewährleistet. Die
Oberfläche kann glatt sein, aber zurzeit werden
Silikonimplantate mit texturierter Oberfläche bevorzugt,
die Poren bestimmter Größe und Tiefe aufweisen und bei
denen das Risiko der Entstehung einer Kapselkontraktur
niedriger ist. Die Hüllenoberfläche kann mit einem
Titanfilm (gute Verträglichkeit für den Körper) oder
Polyurethan ausgestattet sein. In der Hülle befindet
sich weiches konsistentes Silikongel, physiologische
Lösung, eine Kombination beider oder auch ein anderer
Stoff, siehe oben. Das Haftvermögen der Partikel des
Silikongels erlaubt die Formbeständigkeit des Implantats,
reduziert das Risiko der Durchdringung der
Silikon-Mikropartikel durch die Hülle und verhindert das
Auslaufen des Silikons beim Bruch der Hülle. Da bis
jetzt keine schädlichen Auswirkungen des Silikons für
den menschlichen Körper nachgewiesen wurden, werden die
mit hochwertigem Silikongel gefüllten Implantate am
häufigsten eingesetzt.
Warum eine Brustvergrößerung in England?
Denken Sie über eine Brustoperation im Ausland nach?
Dann ist England eine richtige Wahl für Sie. Es gibt
mehrere Gründe dafür. Der erste Grund ist die günstige
Lage Manchesters. Manchester liegt in North West
England, man kann es gut erreichen.
Operationsverfahren Brustvergrößerung
Bei der Wahl des Operationsverfahrens werden folgende
Aspekte berücksichtigt:
Schnittführung:
· unter der Brustfalte
· über den Brusthof
· über die Achselhöhle
· im Bereich der Bauchnabel (umbilikaler Ansatz, in
Tschechien nicht verwendet)
Die Wahl hängt von den Wünschen und Voraussetzungen der
Patientin sowie den Gegebenheiten und Erfahrungen der
Praxis/Klinik ab.
Einsetzung der Implantate:
· unter die Brustdrüsen
· unter den Muskel
· teilweise unter den Muskel
Beide Methoden (unter den Muskel bzw. unter die
Brustdrüsen) haben ihre Vor- und Nachteile. Die Auswahl
hängt von der Qualität und der Größe der Drüsen, der
Haut- und Unterhautqualität sowie der Stärke und
Qualität des Muskels ab. Die Brustimplantate müssen
ausreichend bedeckt werden. Falls es nicht ausreichend
bedeckt wird, ist das Implantat sichtbar, was nicht sehr
ästhetisch wirkt. Zur Besprechung des oben genannten
dient die Konsultation, in der die Patientin ihre
Vorstellungen den realen Möglichkeiten,
Körperproportionen und der Meinung des Chirurgen
anpassen kann.
Ablauf einer Brustvergrößerung
Eine Brustvergrößerung wird in den meisten Fällen unter
Vollnarkose durchgeführt. Die Patientinnen werden darauf
hingewiesen, ca. 6 Stunden vor der Operation weder zu
essen, zu trinken noch zu rauchen. Der Eingriff dauert
1-2 Stunden, und danach sollte man für 1-2 Tage im
Krankenhaus bleiben.
Die Brustoperation
Die Methode der Einsetzung und Positionierung Ihres
Brustimplantats hängt von Ihren anatomischen
Voraussetzung und der Empfehlung Ihres Chirurgen ab. Das
Einsetzen erfolgt durch einen 4-5cm langen Schnitt, der
entweder entlang der Falte, wo sich Brust und Brustkorb
treffen, quer über die dunkle Haut um die Brustwarzen
herum oder in der Achselhöhle geführt wird. Jeder
Schnitt wird sorgfältig so geführt, dass die
verbleibende Narbe später so unauffällig wie möglich ist.
Aus derbem Präparationstextilgewebe wird eine Tasche
geformt, in die das Implantat eingesetzt wird.
Einige ausländische Kliniken verwenden bei der
Brustvergrößerung auch die endoskopische Technik. In
diesem Fall wird dann der Schnitt in der Achselhöhe oder
im Bereich der Bauchnabel geführt.
Das Implantat wird entweder direkt in die Tasche oder
unter die Brustwandmuskeln eingesetzt. Die
Implantatgröße muss sorgfältig ausgewählt werden. Die
Implantate müssen durch das Brustgewebe vollständig
bedeckt werden. Anderenfalls könnten deren Ränder
sichtbar sein, was unnatürlich aussieht.
Wichtig ist, dass eine Blutung sorgfältig eingedämmtwird,
um spätere Komplikationen zu vermeiden. Nach der
Brustveroperation können für mehrere Tage Drainagen
eingesetzt werden, was von den Gegebenheiten und
Erfahrungen in der Praxis/Klinik, sowie vom Chirurg
abhängt. Zum Verschluss der Schnitte werden verschiedene
Nähte verwendet (meist intradermale), die sich 7-10 Tage
nach der Operation auflösen. Die Abdeckung der Schnitte
nach der Operation hängt von der Ausstattung und den
Erfahrungen der Praxis/Klinik ab. Nach der Operation
werden die Brüste tagsüber und nachts durch einen
speziellen Büstenhalter gestützt, der 4-8 Wochen lang
getragen werden sollte. 1 Monat lang sollte man auf dem
Rücken schlafen und sportliche Aktivitäten einschränken.
Sind Sie eine geeignete Kandidatin für eine
Brustvergrößerung?
Eine Brustvergrößerung durch Implantate ist ein sehr
effektiver Eingriff, der für Frauen mit unzureichend
entwickelten Brüsten geeignet ist, sowie auch dann, wenn
es zur Verkleinerung der Brustdrüsen, z.B. nach dem
Stillen oder einem einschneidenden Gewichtsverlust,
kommt.
Ein optimales Alter für die Brustoperation kann nicht
genau bestimmt werden. Es hängt von der Entwicklung der
Brustdrüsen ab, die normalerweise vor dem sechzehnten
Lebensjahr nicht beendet ist.
Auf jeden Fall ist es besser, die Implantate in Brüste
einzusetzen, die sich durch Stillen nicht mehr verändern
werden. Aber auch eine Brustvergrößerung nach dem
achtzehnten Lebensjahr, also vor einer Schwangerschaft,
ist nicht ausgeschlossen. Sie müssen allerdings damit
rechnen, dass sich die Größe und Qualität der
Brustdrüsen durch die Laktation und Schwangerschaft
verändern und wahrscheinlich eine erneute Operation bzw.
eine Korrektur nötig wird. Nach der Entbindung, auch
wenn sie nicht stillen, sollte die Brustvergrößerung
erst nach einem Jahr erfolgen.
Die Brustimplantate haben keinen Einfluss auf den Fötus
und gefährden diesen nicht. Auch das Stillen wird
dadurch nicht beeinträchtigt. Weltweite Studien konnten
keinen erhöhten Silikongehalt in der Muttermilch
nachweisen.
Einige Frauen wünschen sich, dass die Brustimplantate so
nah aneinander wie möglich eingesetzt werden, damit ein
verführerischer Schlitz zwischen den Brüsten entsteht.
Dies hängt jedoch mit der Körperkonstitution, dem
Abstand zwischen den Brustdrüsen zusammen und kann daher
nicht auf Wunsch bei jedem gestaltet werden.
Wenn Sie körperlich gesund und realistisch in Ihren
Erwartungen sind, könnten Sie eine geeignete Kandidatin
sein.
Vor der Brustoperation
Während der ersten Konsultation macht Sie der Arzt mit
allen Details der Operation bekannt und bestimmt anhand
des Zustandes Ihrer Brüste sowie der Spannung Ihrer
Haut, welche der Operationstechniken für Sie am besten
geeignet ist. Er zeigt Ihnen auch Fotografien vor und
nach dem Eingriff sowie die einzelnen Implantattypen.
Sind Ihre Brüste erschlafft, so kann er evtl. ein
Brustlifting empfehlen. Außerdem wird er Sie darüber
informieren, welche Implantate er benutzt und welche
Größe für ein optimales Ergebnis die beste ist.
Da die Brustoperation unter Vollnarkose durchgeführt
wird, ist eine präoperative Untersuchung samt
Laboruntersuchungen und EKG durch einen Arzt für
allgemeine oder interne Medizin erforderlich. Auch
sollte eine ausführliche Krankengeschichte aufgenommen
werden, d.h. Erkrankungen in der Familie, Krankheiten,
an denen Sie gelitten haben oder noch leiden, Allergien
usw. Auf einigen Kliniken kann diese Untersuchung am Tag
der Operation in der Früh durchgeführt werden.
In Abhängigkeit vom Alter der Patientin ist vor der
Operation auch eine eventuelle Erkrankung der Brüste
durch eine Ultraschalluntersuchung oder
Mammographieauszuschließen. Diese wird von
spezialisierten onkologischen oder gynäkologischen
Kliniken durchgeführt. Insbesondere bei Patientinnen aus
Risikogruppen, d.h. aus Familien, wo in der Familie eine
Brusterkrankung vorkommt.
Vom Arzt bekommen Sie Anweisungen zur Vorbereitung auf
die Operation. Sechs Stunden vor der
geplantenBrustoperation sollten Sie weder essen noch
trinken. Medikamente, die Azetylsalizylsäure enthalten (wie
z.B. Acylpirin, Aspirin, Alnagon, Mironal usw.), können
eine erhöhte Blutung während und nach der Operation
verursachen, deshalb sollten sie ung. eine Woche vor der
geplanten Operation nicht eingenommen werden. Auch
sollte die Operation während der Monatsblutung nicht
erfolgen, die Regel ist jedoch kein Grund für eine
Verschiebung der Operation. Es ist empfehlenswert, mit
Ihrem Gynäkologen über die Unterbrechung der Einnahme
eines Verhütungsmittels zu sprechen. Zurzeit überwiegt
die Meinung, dass das Verhütungsmittel nach wie vor
eingenommen werden sollte, jedoch vorbeugend Medikamente
gegen Blutgerinnung zu verabreichen sind –
niedrigmolekulares Heparin (z.B. Fraxiparin, Clexan,
Fragmin...).
Es wird vorausgesetzt, dass Sie innerhalb von ungefähr
drei Wochen vor der Operation an keiner akuten
Erkrankung (wie z.B. Virenerkrankung, Erkältung usw.)
leiden. Teilen Sie jedwede Erkrankung Ihrem Arzt mit.
Falls Sie rauchen, rechnen Sie damit, das Rauchen für
ein bis zwei Wochen vor derBrustvergrößerung aufzugeben,
und auch nach der Operation noch für mindestens zwei
Wochen nicht zu rauchen.
Am Tag der Operation sollten Sie mit rasierten
Achselhöhlen eintreffen, sofern Sie sich mit dem Arzt
auf diesem operativen Zugang einigen. Ferner nehmen Sie
Ihre Medikamente, die Sie einnehmen, für 2-3 Tage,
Körperpflegemittel, Hausschuhe, Nachthemd, Ausweis,
elastischen Büstenhalter ohne Fischbeine, Größe
entsprechend den gewählten Implantaten mit. Auf einigen
Kliniken kann der BH direkt gekauft werden.
Kleidungsstücke, die über den Kopf anzuziehen sind, sind
nicht geeignet. Nach dem Eingriff kann deren Anziehen
schmerzvoll sein.
Stellen Sie im Rahmen Ihrer Operationsvorbereitungen
Ihre Heimreise sowie eine Aushilfe für ein bis zwei Tage
bei Ihnen zu Hause sicher, falls Sie dies benötigen.
Die Operation wird meist beim Eintreffen in der Klinik,
vor dem Eingriff bezahlt. Die Anzahlung wird bereits bei
der Reservierung des Termins geleistet. Alles nach den
Gewohnheiten der konkreten Klinik. Es handelt sich um
eine Operation, die von der Krankenkasse nicht bezahlt
wird. Daher müssen Sie in Urlaub gehen, da keine
Bescheinigung über Arbeitsunfähigkeit ausgestellt werden
kann.
Nach der Brustoperation
Wahrscheinlich werden Sie für mehrere Tage nach der
Operation Schmerzen empfinden. Bei Operationen, bei
denen das Brustimplantat unter den Muskel eingesetzt
wurde, sind die Schmerzen stärker. Für 2-5 Tage nach der
Operation werden Sie Schmerzmittel (Analgetika)
verwenden. Die Schmerzen lassen dann langsam nach.
Nach ca. 1-2 Tagen werden Sie aus der Klinik entlassen.
Vor der Entlassung werden Ihnen die Bandagen
ausgewechselt und Drains entfernt, was aber von der
Klinik und vom Chirurgen abhängt. Die Nähte werden bei
der Kontrolle nach 7 bis 10 Tagen entfernt, abhängig von
den Gewohnheiten der Klinik.
Es wird empfohlen, einen elastischen Büstenhalter zu
tragen. Meist bekommen Sie ihn in der Klinik, wo der
Eingriff durchgeführt wird. Die Tragedauer wird vom
Chirurgen bestimmt, meist sind es jedoch 4-8 Wochen und
später dann beim Sport. In einigen Fällen kann der
Chirurge auch einen Band empfehlen. Dieses wird häufiger
beim Zugriff aus der Achselhöhle eingesetzt, um auf den
gebildeten Kanal zu drücken. Auch kann das Band beim
Einsetzen des Implantats unter den Muskel, damit das
Implantat nach unten gedrückt wird, sowie immer dann,
wenn der Büstenhalter nicht ausreicht, eingesetzt werden.
Dies wird wieder vom behandelnden Arzt bestimmt.
Die Anwendung postoperativer Massagen ist von Klinik zu
Klinik unterschiedlich und hängt vom verwendeten
Implantattyp ab. Manche Ärzte empfehlen die Massagen
überhaupt nicht. Dagegen langfristige Druckmassagen von
Narben sind empfehlenswert. Das Duschen der Brüste wird
erst nach dem Verheilen der Wunde empfohlen.
In der ersten Woche nach der Brustvergrößerung sollten
Sie in Ruhe im Bett bleiben. Für die ersten paar Tage
sorgen Sie für eine Aushilfe im Haushalt und mit Kindern.
Gewöhnliche alltägliche Tätigkeiten und leichtere
Hausarbeiten können Sie nach 10-14 Tagen wieder
ausführen. Alles hängt jedoch auch von dem empfundenen
Schmerz ab. In den nächsten 6 Tagen sollten Sie meiden,
die Arme über die horizontale Lage hochzuheben.
Mit schwerere Arbeiten, Hochheben von Lasten, Übungen,
Fitness und anderen Sportaktivitäten sollten Sie am
besten Schritt für Schritt erst nach zwei Monaten nach
der Operation und mit elastischem BH anfangen. Beim
Geschlechtsverkehr sollten Sie im ersten Monat nach der
Operation sehr vorsichtig sein.
Ein Solariumbesuch und Sonnebaden ist in 14 Tagen nach
der Operation möglich, es ist jedoch besser, mit diesen
Aktivitäten eher zu warten. Die Narben sind mit einem
Pflaster abzudecken oder mit einer Creme mit hohem
Lichtschutzfaktor zu versehen, und dies mindestes ein
halbes Jahr nach dem Eingriff.
Nach der Operation sollten Sie in der Lage sein, nach 10
– 14 Tagen zu Ihrer Arbeit zurückzukehren, in
Abhängigkeit von der schwere der Arbeit.
Nach 3 Monaten gilt das Ergebnis der Brustvergrößerung
als dauerhaft.
Falls die Haut der Brüste nach der Operation
ausgetrocknet ist, können Sie mehrmals täglich eine
Feuchtigkeitscreme auftragen. Seien Sie vorsichtig,
vermeiden Sie eine Anspannung der Haut bei bestimmten
Bewegungen sowie einen Kontakt mit den genähten
Bereichen.
Sobald Ihre Brüste ihre Form oder ihre Konsistenz
verändern (z.B. verhärten) oder sich Anzeichen von
Entzündungen zeigen, müssen Sie Ihren Chirurgen
aufsuchen. Sie sollten den Arzt auch nach sämtlichen
Stößen auf die Brüste (Autounfall, Sturz usw.)
kontaktieren. Regelmäßige Kontrollen finden nach 1 Monat,
nach 3 Monaten und nach 1 Jahr statt. Nach 10 Jahren
folgt eine Kontrolle mit Ultraschall und später dann
sollte die Ultraschalluntersuchung jede 5 Jahre erfolgen.
Das System der Kontrollen hängt von der Klinik ab.
Manche Kliniken führen keine Kontrollen durch.
Halten Sie sich immer strikt an die Anweisungen Ihres
Arztes.
Aufgrund des Implantats sind ungefähr 20% des Gewebes
der Brustdrüse bei der Mammographie nicht sichtbar.
Daher ist die Anwendung einer anderen
Untersuchungsmethode in Betracht zu ziehen, z.B. der
Sonographie (Ultraschall) oder magnetischer Resonanz.
Patientinnen, bei denen eine Brustvergrößerung durch
Implantat durchgeführt wurde, dürfen sich keiner
Diathermie unterziehen (Erwärmung von Körperorganen
durch kurze elektromagnetische Wellen). Das
Brustimplantat könnte sich extrem erwärmen und innere
Verbrennungen verursachen oder platzen.
Allgemeine Komplikationen
Bei jedem chirurgischen Eingriff können operative
Komplikationen auftreten, mit denen zu rechnen ist, auch
wenn sie nur bei einem niedrigen Prozent der Fälle
vorkommen. Auch die Vollnarkose bringt bestimmte Risiken,
die Ihnen der Anästhesist noch vor der geplanten
Operation erklärt.
Es handelt sich um Komplikationen im Zusammenhang mit
der Heilung und Infektionen der Wunde und der
Implantatumgebung. Es wurden auch Fälle beschrieben, in
denen das Implantat wegen Infektion entfernt werden
musste.
Zu Komplikationen gehört auch die Blutung. Deshalb ist
es erforderlich, eine Laboruntersuchung der
Blutgerinnung vor dem Eingriff durchzuführen und nach
der Brustoperation in Ruhe zu bleiben. Ein weiteres
Problem ist die Heilung der Narben. Patientinnen können
manchmal auch zur Bildung von sog. Keloiden oder
hypertrophen Narben neigen. In einigen Fällen ist auch
eine Korrektur der Narben erforderlich, die bei diesen
Narbentypen ziemlich schwer ist.
Bei der Brustvergrösserung müssen die Arme der Patientin
gestreckt sein. Daher können die Patientinnen nach der
Operation manchmal Schmerzen empfinden, die in die
Unterarme und Hände schießen. Dies ist durch die
Überbeanspruchung der Nerven verursacht, die von den
Achselhöhlen in die Arme führen. Diese Beschwerden sind
temporär und verschwinden in ein paar Tagen oder Wochen.
Komplikationen im Zusammenhang mit dem Einsetzen des
Brustimplantats
Kapselkontraktur
Es handelt sich hierbei um die am häufigsten
beschriebene und befürchtete Komplikation bei der
Brustvergrößerung. Um das Implantat herum wird eine
bindegewebeartige Kapsel gebildet. Das Bindegewebe
reagiert somit natürlich auf einen Fremdkörper im
Organismus. Die Kapseln werden daher bei allen
Patientinnen gebildet und können dünn oder dicker sein.
Deren Ausbildung ist individuell. Bei 5% der Fälle kann
sich die Kapsel um das Brustimplantat herum
zusammenziehen, was durch Schmerzen und feste bis harte
Brust begleitet wird. Dies kann bei einem oder bei
beiden Brüsten entstehen. Es gibt Methoden zur
Vorbeugung oder zumindest Minimierung der Kapselbildung,
wie z.B. eine genügende Größe der Öffnung für das
Einsetzen des Implantats. Auch Implantate mit
texturierter Oberfläche minimieren das Risiko einer
Kapselkontraktur. Oft muss eine solche zusammengezogene
Kapsel chirurgisch freigemacht werden. Es wurden auch
Fälle beschrieben, in denen eine Kapselkontraktur
wiederholt gebildet wurde, sowie Fälle, in denen die
Verhärtung der Brust wiederholt erfolgt, sodass die
einzige Möglichkeit das Entfernen des Implantats ist.
Implantataustritt
Die Haut wird im Bereich der Operationswunde sowie durch
die Implantatgröße ständig angespannt, sodass sie nach
und nach ganz dünn werden bis platzen kann und das
Implantat dadurch austreten kann. Diese Komplikation ist
häufiger bei Patientinnen, bei denen die Haut bereits
beschädigt oder genarbt ist, z.B. nach der Bestrahlung
bei Geschwulsterkrankungen.
Serom
Es handelt sich um eine Flüssigkeitsansammlung in der
Implantatumgebung unmittelbar nach der Brustoperation
oder auch später, was sich durch Schmerzen und
Vergrößerung der Brust äußert. Der häufigste Grund dafür
ist eine frühzeitige körperliche Belastung nach der
Operation oder übermäßige Sportaktivitäten oder eine
Verletzung.
Blutgerinnsel am Brustimplantat – Hämatom
Der häufigste Grund für die Blutansammlung in der
Implantatumgebung ist die Nichteinhaltung des
Ruheregimes nach der Operation oder eine Störung der
Blutgerinnung.
Platzen oder Sickern des Implantats
Die vom Hersteller angegebene Lebensdauer des Implantats
sind ungefähr 10 bis 15 Jahre. DasBrustimplantat
verschleißt nach und nach und seine Oberfläche wird
glatt und dünn, sodass das Implantat dann auch platzen
kann. Die Brust kann ihre Form ändern und ab und zu mal
schmerzen. In diesem Fall ist der Implantataustausch
erforderlich. Das Implantat kann auch bei einer
Verletzung, beim Unfall oder extremer Sportaktivität
platzen. Durch die äußere Hülse eines mit Gel gefüllten
Implantats können mikroskopische Silikonpartikel
durchsickern. Diese wurden in der Implantatumgebung
sowie in anderen Körperbereichen festgestellt. Deren
Schädlichkeit wurde jedoch nicht bewiesen.
Implantatschrumpfung
Die Schrumpfung der Implantathülse äußert sich durch
kleine Falten, die unter der Haut tastbar sind. Diese
Erscheinung kann schmerzhaft sein und große Falten
können die umliegende Haut reizen und beschädigen. Dies
kann bei dünnen Patientinnen mit dünner Haut, einer sehr
kleinen Brustdrüse und beim Einsetzen des Implantats
unter die Brustdrüse passieren.
Empfindlichkeit der Brustwarzen
Eine Änderung der Empfindlichkeit der Brustwarzen, im
Sinne einer größeren sowie reduzierten Empfindlichkeit,
wird von Frauen nach der Operation oft beschrieben. In
den meisten Fällen wird dieser Zustand nach einigen
Monaten bis einem Jahr normalisiert. Manchmal kann die
Änderung auch nachhaltig sein.
Asymmetrie der Brüste
Auch eine mit Implantat vergrößerte Brust kann mit der
Zeit erschlaffen. Es treten auch Asymmetrien auf, bei
denen eine Seite mehr erschlafft ist, als die andere.
Der Grund dafür kann in der Nichteinhaltung der
postoperativen Anweisungen liegen, aber auch andere
Ursachen sind möglich. Durch eine Bewegung der
Brustmuskel unmittelbar nach der Brustvergrößerung kann
das Implantat seine Lage ändern. Ein größeres Risiko
droht bei tropfenförmigenBrustimplantaten.
Verkalkung
In der Implantatumgebung können kleine Kalziumpartikel
vorkommen, die mit den anfänglichen Stadien des
Brustkrebses verwechselt werden können.
Kleine thrombosierte Adern
Nach der Brustoperation können mit Thromben verstopfte
Adern vorkommen, die in der Achselhöhle oder unter der
Haut der Bauchwand verlaufen. Diese Adern verschwinden
von sich selbst innerhalb einiger Monate.
Können die Silikonimplantate für den Körper schädlich
sein?
Weltweit wurden und werden etliche wissenschaftliche
Studien über die Schädlichkeit derBrustimplantate
durchgeführt. Es wurden alle Stoffe geprüft, aus welchen
das Implantat besteht. Es handelt sich um Silikon,
Polyurethan, das in der Hülle einiger Implantate
enthalten ist, und Platine, die bei der Polymerisierung
des Silikongels verwendet wird. Bei keinem dieser Stoffe
wurde eine krebserregende Wirkung nachgewiesen. Ferner
wurde der Zusammenhang mit der Entstehung
rheumatologischer und autoimmuner Erkrankungen geprüft,
der auch nicht nachgewiesen wurde. Das elementare
Silikon ist sogar normalerweise im Blut, in der
Muttermilch, im Bindegewebe und in den meisten Organen
enthalten. Sein Gehalt im Körper hängt mit der Diät, mit
geografischen Bedingungen, mit der Trinkwasserqualität
oder mit dem Bierverzehr zusammen. Auch Mütter, die mit
Silikonimplantaten stillen, stellen ihre Kinder keinem
Risiko aus. Das Silikon ist auch in den Babysaugern,
Babylöffeln sowie in anderen, auch medizinischen
Produkten enthalten.
Wie lange hält der Effekt einer Brustvergößerung an?
Eine Brustvergrößerung ist dauerhaft, sofern sich das
Gewicht und die Ausmaße der Brüste nicht verändern (siehe
Schwangerschaft weiter oben). Da sich die Qualität der
Brustimplantatenach 10-15 Jahren verändert und die
Wahrscheinlichkeit des Implantatbruchs steigt, ist mit
einem eventuellen Austausch zu rechnen. Die Entscheidung
für eine Brustvergrößerung ist persönlich, sehr
schwerwiegend und dauerhaft. Falls Sie Ihr Ziel erreicht
haben, dann war Ihre Operation erfolgreich.
Zukunft der Brustimplantate
An der University of Illionois in Chicago wurden
menschliche aus dem Knochenmark isolierte Stammzellen
genommen und zum Wachstum an einem Gerüst stimuliert,
welches aus biologisch verträglichem Material
hergestellt wurde. Dank dieser Schablone vermehrten sich
die Zellen in die vorgewählten Formen. Das so
entstandene Gebilde aus dem gepflanzten Fettgewebe wurde
bereits auf Mäusen getestet. Es ist vorzusehen, dass
Implantate, die aus Stammzellen gewachsen sind, eine
sichere Alternative zu den Silikonimplantaten bieten
können. |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
|
 |
|
 |